Designwettbewerb mit Siemens Chefdesigner

Zurück in die Zukunft hieß es beim Designwettbewerb „Home Heroes: Archetypen im Haushalt“, den die Hochschule für angewandte Wissenschaften in Coburg und Siemens ins Leben gerufen haben. Ziel war es, alt eingesessene Küchengeräte neu zu überdenken. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Ein Kühlschrank z.B. hat seit Jahrzehnten das gleiche bewährte Design. Aufgabe der Studenten war es nun, den etablierten Aufbau und das traditionelle Design neu zu überdenken und dabei etwas Neues zu schaffen.
Die Möglichkeit Ihre Entwürfe zu verwirklichen hatten am Ende fünf Designstudenten, die sich zusammen mit Siemens-Chefdesigner Gerhard Nüssler und seinem Designteam an die Arbeit machten.

Neuer Blick auf Küchengeräte

FRISKA Kühlschrank futuristischDie Ergebnisse können sich sehen lassen, denn alle fünf Studien erlauben einen ganz neuen Blick auf etablierte Küchengeräte.
Die Regensburgerin Anna Leyrer z.B. konzipierte den Kühlschrank unter dem Namen „Friska“ radikal neu. Hat man heute die Auswahl zwischen einem Einbau- und einem Standgerät, so gestaltete Leyrer das Kühlgerät in einer ganz neuen Form. Untergebracht in den Oberschränken der Küche, sind die Lebensmittel nicht nur schnell griffbereit, sondern lassen sich auch individuell kühlen. Gerade in Zeiten, wo über die Verschwendung von Lebensmitteln in Deutschland diskutiert wird, ein Thema, das aktueller nicht sein könnte.

Innovativer Designkühlschrank

(v.r.n.l.) Siemens Chefdesigner Gerhard Nüssler mit den Design-Studenten der Hochschule Coburg und Prof. Peter Raab, Hochschule für angewandte Wissenschaften in Coburg auf der Ausstellung “Home Heroes” am 11. Februar 2012.Der Entwurf der Studentin sieht vor, dass sich die einzelnen Schränke unterschiedlich steuern und regulieren lassen. So bietet jeder Schrank die ideale Atmosphäre für verschiedene Lebensmittel. Kräuter kommen zum Beispiel in einem verglasten Schrank unter, in dem sie kopfüber hängend auf ihren Einsatz warten. Für schwere und sperrige Lebensmittel hat die junge Regensburgerin in Ihrer Studie noch ein bodennahes Fach hinzugefügt. Dort ist Platz für größere und schwerere Speisen, die damit aus einer bequemen Höhe entnommen werden können.
Für die kleinen Speisen, die bei der Brotzeit auf dem Tisch stehen sollen, hat Leyrer zudem zwei tragbare Fächer vorgesehen, in denen die Speisen gut gekühlt und direkt am Tisch auf ihren Einsatz warten. Doch auch Wochenendeinkäufe könnten dort direkt eingelagert werden und behalten auf der Fahrt vom Supermarkt nach Hause ihre Temperatur.
Ob die Entwürfe der fünf Studenten tatsächlich einmal in den Küchen zu finden sein werden, ist ungewiss. Dennoch haben sie gezeigt, dass auch Altbewährtes ganz neu konzipiert werden kann.