Reißt Euch drum! Kräuter-Käse-Knoblauch Pull Apart Bread

kräuter.kaese.zupfbrotEs waren einmal: der Wunsch nach dem etwas anderen Sonntagsessen, ein Backofen mit überraschender Gärstufe und die Einladung zu einem tollen Geburtstags-Blogevent … das Ergebnis ist dieses voluminöse, superleckere Zupfbrot mit den drei K’s und es wird unbedingt zur Nachahmung empfohlen! 

1. Blog-Geburtstag BirgitDBei der Aroma-Power-Kombi aus Parmesan, Knoblauch und frischen, mediterranen Kräutern ist Widerstand fast immer zwecklos, findet Ihr nicht? Ich habe mir deshalb ein etwas anderes Familien-Sonntags-Essen rund um diese wunderbaren Zutaten gewünscht, so ganz ohne Braten und Knödel und so…. dafür ganz gesellig mit kleinen Schälchen voller Oliven, Salami, Tomaten und noch mehr Käse; mit Rotwein und Spaß und guten Gesprächen; und in der Mitte ein duftender, dampfender Laib Pull-apart-Bread, wo jeder und jede mal dran zupfen darf.

Nicht nur weil die Form des in der Springform gebackenen Brots verdächtig an eine Geburtstagstorte erinnert 🙂 sondern vor allem weil es wunderbar zum Thema passt, schicke ich dieses Rezept bei der lieben Birgit D ins Rennen. Sie feiert ihren ersten Blog-Geburtstag (ALLES GUTE nochmals!) mit einem aromatischen Event: „Kräuter & Gewürze“. Hmmmm……. bei Kräuter-Rezepten wünsche ich mir immer Geruchs-Internet 🙂

Zupfbrot.Zutaten Zupfbrot.Zutaten.RosmarinZupfbrot.Zutaten.ThymianZupfbrot.Zutaten.Knoblauch Zupfbrot.Zutaten.Parmesan


Zutaten für den Hefeteig:

  • 1 1/2 Tüten Trockenhefe
  • 400 ml lauwarmes Wasser
  • 750 g Mehl
  • 3 TL Salz
  • 80 ml Olivenöl

Zutaten für die „Füllung“:

  • 150 g Butter, weich und zimmerwarm
  • Kräuter nach Geschmack (in diesem Rezept: Rosmarin, Basilikum & Thymian; zusammengenommen ein großer Bund)
  • 3 große Knoblauchzehen
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  • Ein großzügiges Stück Parmesan oder von einem anderen Lieblings-Hartkäse

So wird’s gemacht:

Zuerst bereitet Ihr den Hefeteig zu. Bis das Brot tatsächlich gebacken werden kann dauert es zugegebenermaßen 2 Stunden, eine weitere Stunde verbringt es dann im Backofen. Aber das Gehen und Gären lassen lohnt sich nachher bei dem fluffigen, riesigen Laib allemal!

Trockenhefe in das lauwarme Wasser einrühren und einige Minuten stehen lassen. Währenddessen Mehl und Salz miteinander in einer großen Schüssel vermengen. Dann das Hefe-Wasser und das Olivenöl dazugeben und je nach Geschmack mit Knethaken oder im „Handbetrieb“ zu einem glatten Teig verkneten. Sollte der noch nicht geschmeidigh genug oder etwas trocken und bröselig sein, einfach nochmal einen Schuss Öl hinterher kippen! Alternativ dazu könnt Ihr, die Ihr sicher selber genug Erfahrung mit der Zubereitung von Teigen habt, natürlich auch ein Hefeteig-Rezept Eures Vertrauens für das Zupfbrot hernehmen!

Den Zeig solltet Ihr jetzt eine gute Stunde abgedeckt ruhen und aufgehen lassen. Hier kam für mich die Überraschung 🙂 Denn ich gestehe, dass ich was die Nutzung meines Backofens angeht eigentlich eine Minimalistin bin, böse Zungen nennen es auch „zu faul, um die Bedienungsanleitung mal zu lesen“… und bisher habe ich mit den Standard-Funktionen und -Einstellungen ein gutes und kulinarisch durchaus zufriedenstellendes Leben geführt 🙂 Aber durch Zufall habe ich nun die Gärstufe entdeckt und das Ergebnis hat mich dann doch überzeugt! Das Volumen meines Vorteigs hat sich mehr als verdoppelt, wow.

Während der Teig geht, rührt Ihr eine Kräuter-Knoblauch-Butter zusammen. Dazu einfach zunächst den fein gehackten Knoblauch mit der Butter verrühren und danach Eure ebenso feinen Kräuter unterrühren. Das Ganze schmeckt Ihr ab mit Salz, Pfeffer und nach Geschmack noch anderen Gewürzen, die Eurer Meinung nach nicht fehlen dürfen.

Den schönen, luftigen Teigball müsst Ihr nun aus seiner Ruhephase aufwecken. Auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem großen Rechteck ausrollen und mit Eurer Kräuterbutter bestreichen. Eventuelle Reste von Kräutern sind absolut zu schade zum Wegwerfen – einfach noch darüberstreuen! Das gleiche gilt jetzt für den Parmesan oder Hartkäse: mit einer Reibe großzügig über dem gesamten Teig verteilen. Jetzt schneidet Ihr Euer bestrichenes und bestreutes Kunstwerk in gleichmäßige Quadrate. Die genaue Größe ist nicht so wichtig, Hauptsache ist, sie sind sich in etwa gleich groß. Diese Quadrate stapelt Ihr jetzt und schichtet sie entweder nebeneinander und dann ringförmig in eine gut eingefettete Springform, so wie hier bei mir, oder hintereinander in eine Kastenform, das geht auch!

Wenn die ganze Form bis zur Mitte hin befüllt ist, muss das Ganze nochmal abgedeckt für eine Stunde gären. Wenn diese ewig lange Wartezeit vorbei ist wird der Ofen auf 180 °C vorgeheizt und das Brot darin für ca. 50 Minuten gebacken. Verlasst Euch auf Optik und Euer Gefühl – es sollte schön angebräunt und gut durchgebacken sein! Wer jetzt nicht mehr warten kann und ohnehin auf noch warmes Brot abfährt, lässt es nur recht kurz in der Form auskühlen und genießt es gleich. Bis es komplett ausgekühlt ist, dauert es in etwa eine halbe Stunde.

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Wie schon oben beschrieben bildete das Pull-Apart-Bread den Mittelpunkt auf dem Tisch und wurde ringsherum begleitet von Käse, Tapas-ähnlichen kleinen Köstlichkeiten und Wein. Ja, viel Wein 🙂 Da ist der Phantasie keine Grenze gesetzt…. ich stelle mir das Zupfbrot zum Beispiel auch köstlich zu einer Tomatensuppe vor oder zu einem gemischten Salat…

Apropos zupfen: ja, der Name ist Programm! Durch die Schichtung der Quadrate, die im Ofen nur leicht zusammenbacken, lässt sich der Laib wirklich schön und einfach in Stücke „reißen“ und das macht auch irgendwie das „Ess-Erlebnis“ bei diesem Trend-Rezept aus. Also: Brotmesser verboten!!!

🙂


Ich hoffe, Euch schmeckt es ebenso gut, wie uns!

Liebe Grüße und einen guten Wochenstart wünschen

Sarah und das Team von KüchenAtlas

 

5 Gedanken zu „Reißt Euch drum! Kräuter-Käse-Knoblauch Pull Apart Bread

  1. Nach all den doch eher mächtigen Schlemmereien der Feiertage hört sich ein Tisch voller leckerer Tapas und einem frisch gebackenen duftenden Brot mit Butter, Kräutern und Parmesan einfach herrlich an. Die Bilder sind prächtig und verführerisch! Ein perfekter Ersatz für einen Sonntagsbraten (das Brot ist sogar zeitaufwendiger)!

    Und Du hast mich tatsächlich dazu gebracht, in meiner Bedienungsanleitung nach einer Gärstufe zu suchen (:

    Dir auch einen guten Start in die Woche,
    liebe Grüße
    Tina

  2. Danke, Tina <3
    Freut mich, dass Dir die Idee gefällt! Jetzt heißt es bloß noch: umsetzen 😀

    viele liebe Grüße,
    Sarah

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